Kogmans Kloof, Montagu, Kleine Karoo

Kogmans Kloof

Kogmans Kloof Pass zwischen Ashton und Montagu

Der Kogmans Kloof Pass folgt dem Kingna River durch die Langeberge zwischen Ashton und Montagu. Da der ursprüngliche Weg mehr oder weniger dem Flußbett folgte, wurde die Straße oft weggespült und war sehr gefährlich.

Erst als eine Flut 1867 zwölf Menschenleben forderte, versuchte man einen sicheren Durchgang zu schaffen. Aber das Unternehmen mißlang und die Bauarbeiten wurden 1870 eingestellt. Thomas Bain nahm sich der schwierigen Aufgabe an und begann 1873 mit 32 Arbeitern mit der Konstruktion. Dynamit wurde erst 1867 erfunden und war in Südafrika nur schwer zu bekommen. Der größte Teil des Tunnels musste deshalb von Bain mit dem weitaus schlechteren, aber dafür gefährlicheren Schwarzpulver gesprengt werden. Vier Jahre später konnte der Pass eingeweiht werden und sorgte für einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Region.

Auf dem Felsen über dem Tunnel wurde im Burenkrieg ein Fort gebaut, welches über einen kurzen Anstieg leicht zu erreichen ist und mit einer herrlichen Aussicht belohnt.

1915 baute man kurz vor Montagu eine Brücke über den Kingna Fluss (erst dadurch wurde der Fluss ganzjährig und bei fast jedem Wetter befahrbar) und 1931 wurde die Straße geteert. In den 50iger Jahren wurde die Trasse noch mal verändert, aber die ursprüngliche von Bain angelegte Streckenführung ist noch gut sichtbar.

Der Kingna River führt im Sommer nur wenig Wasser, kann aber nach heftigen Regenfällen zu einem mächtigen Strom anschwellen und große Schäden anrichten. Wie anfällig die Straße auch heute noch ist, zeigte die große Flut im März 2003. Die Brücke vor Montagu wurde weggespült und der Ort war 3 Wochen lang von Westen durch den Kogmanskloof Pass nicht mehr zu erreichen.

Garden Route, Kogmans Kloof, Montagu

Blick vom Kogmans Kloof Richtung Montagu

Kogmans Kloof, Tunnel, Montagu

Kogmans Kloof, Tunnel